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BOSS-Client

Vorteile der Client-Server-Architektur

Das Bonn Open Synthesis System (BOSS) ist als verteilte Client-Server-Anwendung implementiert. Client und Server können gemeinsam auf einem Computer laufen, oder auf zwei verschiedenen Computern, die über ein Netzwerk verbunden sind. Die Kommunikation zwischen Client und Server basiert auf Sockets.

Die Unterteilung von BOSS in einen Server und einen Client erscheint nur auf den ersten Blick kompliziert; tatsächlich erlaubt diese Struktur dem Benutzer eine maximale Flexibilität der Benutzung bei minimalen Ressourcen-Anforderungen an die Client-Maschine. Ebenfalls erleichtert wird die Verwendung von BOSS in heterogenen Betriebssystem-Umgebungen, da in diesem Fall nur der Client an ein neues Betriebssystem angepasst werden muss. Ein Beispiel-Client für Text-To-Speech (TTS) Synthese unter Linux ist im BOSS-Paket enthalten.

Aufgaben des Clients

Da der BOSS-Client in den meisten Fällen speziell auf die Ziel-Anwendung hin zugeschnitten wird, liegt die Verantwortung für seine Anpassung/Entwicklung bei den Entwicklern der Anwendung, die BOSS benutzen soll.

Die Aufgabe des BOSS Clients besteht in erster Linie in der Erzeugung eines XML-Dokuments mit einer orthographischen Repräsentation des zu sprechenden Textes. Die vom Client zu verarbeitende Eingabe kann je nach Anwendung unterschiedlich ausfallen. Während ein TTS-Synthesizer vorverarbeiteten Text als Eingabe erhält, kann ein Ansagesystem für Wetterdaten beispielsweise die aktuellen Messwerte in tabellarischer Form als Eingabe erwarten. Die Umsetzung dieser Daten in das XML-Dokument mit der erforderlichen Form geschieht im BOSS Client; dabei können bei Bedarf auch zusätzliche anwendungsspezifische Daten zur weiteren Verwendung an den Server übermittelt werden.

So ist es beispielsweise möglich, das an den Server gesendete XML-Dokument mit Transkriptions-Informationen anzureichern, wenn diese dem Client bereits bekannt sind. In diesem Fall überspringt der Server dann das zuständige Modul zur Generierung der Transkription und verwendet stattdessen die vom Client übermittelten Informationen zur Generierung der Sprache.

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