Geschichte des IKP Bonn
Das ehemalige Institut für Kommunikationsforschung und Phonetik war zeitweise Bestandteil des Instituts für Kommunikationswissenschaft und ist nun als Arbeitsbereich für Sprache und Kommunikation dem Dekanat der philosophischen Fakultät angegliedert.
1921
Gründung des "Phonetischen Laboratoriums" unter Leitung des Experimentalpsychologen und Phonetikers Prof. Dr. Paul Menzerath. Später umbenannt in : "Institut für Phonetik" auf Betreiben der philologischen Fächer der Philosophischen Fakultät.
1951
Umbenennung in: "Institut für Phonetik und Kommunikationsforschung" auf Veranlassung und Betreiben des Menzerath-Assistenten Werner Meyer-Eppler.
Vorbild für den Institutsnamen war die englische Bezeichnung "Communications Research" als Teildisziplin der Nachrichtentechnik und der Informationstheorie.
Neue Ausrichtung des Instituts:
- Untersuchung von Sprache als Folge physikalischer Ereignisse.
- Informationstheoretischer Zugang zu Laut- und schriftsprachlichen Phänomenen, Texten.
- Einbeziehung der modernen Linguistik seit Chomsky (1957). Aufnahme der Gedanken aus der neuentstandenen sog. Kybernetik.
1957
Prof. Dr. rer.nat. Werner Meyer-Eppler wird Nachfolger von Menzerath als apl. Professor
Beispiele der früher benutzten Geräte.
Tod Meyer-Epplers.
Vakanz von drei Jahren. Kommissarische Institutsleitung durch den Prof. für Allgemeine Sprachwissenschaft Leo Weisgerber.
Zahlreiche Projekte zur Automatischen Spracherkennung, Linguistischen Datenverarbeitung, Maschinellen Sprachübersetzung, die Meyer-Eppler begonnen hatte, wurden während dieser Vakanzzeit fortgesetzt durch Meyer-Epplers Schüler (Ungeheuer, Schnelle, Tillmann).
1963
Neugegründete ord. Professur für Phonetik. Berufung von Prof. Dr. Martin Kloster-Jensen (Phonetiker), der den Lehrstuhl bis 1966 innehatte.
Prof. Dr. G. Ungeheuer
Ausrichtung des Instituts:
- Linguistische Phonetik
- Neue Abteilung Kommunikationsforschung, die auch die Linguistische DV umfaßt, unter Leitung von G.Ungeheuer
1967
Umbenennung des Instituts in "Institut für Kommunikationsforschung und Phonetik". Im Mittelpunkt der Forschung steht die zwischenmenschliche Kommunikation als Grundlage. Mit der Entwicklung des Computers wird später auch die Mensch-Maschine-Kommunikation miteinbezogen.
1972
Einrichtung einer Professur für Linguistische Datenverarbeitung. Zwei Jahre später wird Prof. Dr. W. Lenders berufen.
Fortan gibt es drei Schwerpunkte im Hauptstudium:
- Phonetik
- Kommunikationsforschung
- Linguistische Datenverarbeitung
1976
Das Institut zieht in die ehemalige Sternwarte in der Poppelsdorfer Allee.
1982
Tod Gerold Ungeheuers, Prof. Dr. W. Hess übernimmt vier Jahre später seine Stelle.
1986
Neue Magisterprüfungsordnung : Neue Studienordnung mit Phonetik/Signalverarbeitung sowie Computerlinguistik als Schwerpunkte.

